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Ordentliches Kaliber: Armbanduhren mit neuen Uhrwerken

Das Uhrenjahr 2015 wird wahrscheinlich als ein Jahr der Rückbesinnung auf die Uhrmacherei in die Geschichte eingehen: Nachdem große Werkhersteller in den letzten Jahren die Lieferquoten kontinuierlich verknappt haben, besinnen sich immer mehr Hersteller auf ihr uhrmacherisches Erbe und entwickeln eigene Kaliber. Auf den internationalen Messen stellten zahlreiche Hersteller neue Uhrwerke vor, die nicht nur durch hohe Funktionalität und Präzision, sondern oft auch durch ihre Ästhetik überzeugen.

Eine technische Evolution präsentiert A. Lange & Söhne. Im Platingehäuse der neuen LANGE 1 (Ø 38,5 mm) schlägt das Handaufzugskaliber L121.1. Das neue Kaliber ist das 50. in der Reihe eigener Werke der Glashütter Manufaktur. In die Entwicklung des Werkes, das die Erfolgsgeschichte der ikonischen LANGE 1 fortschreibt, flossen über 20 Jahre uhrmacherische Erfahrung ein. Das Kaliber mit Doppelfederhaus und 72h Gangreserve beherbergt eine bei A. Lange & Söhne selbst gefertigte Unruh mit einem aufwendig handgravierten Unruhkolben. Durch den Saphirglasboden kann das wunderschön finissierte Werk betrachtet werden. Neben der von Ferdinand A. Lange 1843 eingeführten Dreiviertelplatine hat das Kaliber 43 Lagersteine – besonders prächtig sind die acht Rubine, die auf mit gebläuten Schrauben befestigten Goldchatons gelagert sind. Ein uhrmacherisches Meisterwerk!

Die Maison Cartier präsentiert eine ganze Kollektion mit neuem Design und neuem Innenleben: Die Clé de Cartier (Ø 31, 35, 40 mm) überzeugt mit ihren reduzierten Formen und der Konzentration auf Präzision, Ausgewogenheit und feinen Proportionen. Das harmonische und sanft abgerundete Gehäuse mit der charakteristischen Krone beherbergt das neue Automatikkaliber 1847 MC. In einer Kombination aus Spitzentechnologie und fundiertem Wissen würde das neue Werk von den Uhrmachermeistern der Manufaktur Cartier in der Schweiz konzipiert, gefertigt und montiert. Der Name erinnert an das Gründungsjahr der Maison Cartier. Ein besonders schnelles Federhaus sorgt für hohe chronometrische Stabilität des Werkes, während der bidirektionale Aufzugsmechanismus mit hoher Stabilität und Langlebigkeit punktet.

Rolex präsentiert ein mechanisches Manufakturwerk der neuen Generation. Dieses durch 14 Patente geschützte, vollständig von Rolex entwickelte und gefertigte mechanische Manufakturwerk mit automatischem Selbstaufzugsmechanismus ist ein technisches Meisterwerk, das die Vorreiterrolle von Rolex in der Uhrmacherkunst unterstreicht. Die Kriterien für die Genauigkeit beim Tragen beim Kaliber 3255 sind doppelt so streng wie die, die für eine offizielle Zertifizierung als Chronometer erfüllt werden müssen. Diese Genauigkeit der Superlative wird von Rolex mit Hightech-Geräten unter Anwendung exklusiver Verfahren, die reale Tragebedingungen simulieren, nach dem Einschalen getestet. Die Gangreserve beträgt drei Tage (circa 70 Stunden), eine Zunahme von 24 Stunden (+50 Prozent) gegenüber der Vorgängergeneration. So muss die Uhr beispielsweise über den Zeitraum eines ganzen Wochenendes nicht aufgezogen werden. Die Unempfindlichkeit des Uhrwerks gegenüber Magnetfeldern übersteigt bei Weitem die im Alltag üblichen Werte. Stoßfestigkeit und Zuverlässigkeit wurden durch Neuerungen sowohl in der Konstruktion des Uhrwerks als auch bei den einzelnen Komponenten sowie durch den Einsatz von hausintern entwickelten und synthetisierten Hochleistungsschmiermitteln optimiert. 

Tudor präsentiert das Modell North Flag (Ø 40 mm). Es enthält eine noch nie da gewesene Komponente – das erste Manufakturwerk von Tudor. Das neue Kaliber Tudor MT5621 schafft ein erstaunliches Maß an Unabhängigkeit. Dank einer Gangreserve von circa 70 Stunden kann der Träger die Uhr zum Beispiel am Freitagabend abnehmen und sie am Montagmorgen wieder anlegen, ohne sie aufziehen zu müssen. Das Uhrwerk hat eine Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde bzw. 4 Hz und wird von einem Oszillator mit variabler Trägheit mit einer Siliziumfeder reguliert. Eine Brücke, die ihn durchgehend überspannt, garantiert seine Robustheit. Der Selbstaufzugsmechanismus zieht sich in beide Richtungen auf. Das Werk wurde vom Schweizer Prüfinstitut Contrôle Officiel Suisse des  Chronomètres (COSC) zertifiziert – eine Premiere für ein Modell von Tudor.

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