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Unter vier Augen mit Friedrich Kröner

Welche Kompetenzen zeichnen Ihr Haus besonders aus, Herr Kröner?
Die Eigenanfertigungen im hauseigenen Atelier zeichnen uns wohl besonders aus. Die Kunden können mit ihren Anliegen und Wünschen zu uns kommen und wir sind bemüht, diese so gut als möglich umzusetzen. Außerdem kann unsere Uhrenwerkstatt als Allroundtalent gesehen werden. Unsere Spezialisten wissen, mit Anforderungen aller Art umzugehen. Eine andere Besonderheit ist unsere hohe Kompetenz im Bereich antiker Schmuckstücke – sowohl Uhren als auch Schmuck aus vergangenen Tagen werden bei uns mit besonderer Hingabe behandelt.

Hand aufs Herz: Was macht den Beruf für Sie so spannend?
Vor allem der permanente Kundenkontakt macht großen Spaß. Wir haben das Glück, jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen arbeiten zu dürfen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dabei entführt man den einen oder anderen Kunden schon mal in eine andere Welt oder macht, in unserem Fall, eine Zeitreise. Ob der Trip mit Hilfe von Perlen in die Südsee geht oder mit antiken Schmuckstücken in die Vergangenheit – mit etwas Fantasie kann vieles möglich sein. Außerdem liegt mir die ständige Marktentwicklung sehr am Herzen. Besonders asiatische Kundschaft ist eine Herausforderung, da sie ein völlig anderes Kulturverständnis hat. Aber eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen.

Ist die klassische Geschenkeverteilung – eine Uhr für den Mann und Schmuck für die Frau – noch modern?
In diesem Bereich hat sich viel verändert. Nicht nur, dass Uhren nun auch den Damenbereich dominieren, auch Schmuck und Accessoires für Herren stehen an der Tagesordnung und zählen nicht mehr zu den Exoten. Außerdem verschwimmt die Grenze zwischen Damen- und Herrenuhren immer weiter – Damen tragen auch größere Modelle, die früher nur für Herren produziert wurden.

Welche Neuheiten haben Ihrer Meinung nach das Potenzial, Klassiker zu werden?
Sicherlich haben die Uhren von Rolex ein hohes Potential, Klassiker zu werden - etwa die neue Stahldaytona von 2016. Doch auch die Uhren der jungen Marke NOMOS Glashütte sind international sehr begehrt und zeitlos schön. Auch Cartier hat zahlreiche Klassiker im Portfolio, die immer wieder behutsam aktualisiert werden.

Das „Kleine Schwarze“ darf in keinem Kleiderschrank fehlen. Welches Schmuckstück ist Ihrer Meinung nach unverzichtbar, Herr Kröner?
Definitiv der Solitärring. Ob als klassischer Verlobungsring oder als Geschenk zum Jahres- oder Hochzeitstag – er kommt immer gut an und kann auch zu jedem Outfit getragen werden.